Der Fachmann Walter Märki (links) erklärt Martin Eberhard, Paul Bleiker und Urs Kollmann, wie ein Hackbrett gebaut wird und worauf besonders geachtet werden muss.

 

 

Tropischer Genuss im Toggenburg: Beatrice und Paul Bleiker können in ihrem Büro Bananen ernten der Bananen. Dennoch ist es bereits das zweite Mal, dass Bleikers im Büro Bananen ernten.

Tadelakt übt auf uns einen schwer zu beschreibenden Reiz aus. Man muss diese Flächen einfach anfassen! Die Oberfläche wirkt je nach Lichteinfall immer wieder anders. Tadelaktoberflächen sind wasserdicht und wurden ursprünglich zur Abdichtung von Trinkwasser-Zisternen eingesetzt. Später verwendete man sie in orientalischen Bädern und in Palästen.

Tadelakt ist ein Naturprodukt

Tadelakt ist ein Naturprodukt und besteht aus hochhydaulischem Kalk. In seiner Naturfarbe ist er ein grau- gelblicher Mörtel. Vielen Menschen gefällt gerade dieser dezente Farbton. Mit hoch alkalibeständigen Pigmenten können jedoch unzählige Farbtöne gemischt werden.

Die Verarbeitung ist aufwändig und verlangt viel handwerkliches Geschick und Einfühlungsvermögen. Der Mörtel wird in einer Schichtdicke von ca. 5 mm aufgetragen und anschliessend in mehreren Durchgängen geglättet und verdichtet. Danach wird die Fläche mit einem Stein glänzend poliert. Abschliessend wird die Fläche mit Pflanzenseife eingerieben und mit dem Stein noch einmal verdichtet und poliert. Die ganze Prozedur ergibt eine hoch verdichtete, sehr harte und wasserfeste Oberfläche, die jedoch nie homogen und vollständig eben ist.

Tadelakt hat bei guter Ausführung die Glätte von poliertem Stein und eine Härte wie Marmor. Tadelakt lebt von seiner sanften Welligkeit und der etwas wolkigen Farbwirkung, die sich aus der unterschiedlichen Verdichtung ergibt.

Tadelakt-Pflege

Die Oberfläche kann mit grobem Werkzeug beschädigt werden und ist nicht säurebeständig. Scheuernde und saure Reinigungsmittel sind deshalb zu vermeiden. Zur Pflege wird die Fläche mit Pflanzenseife eingerieben. Mit einem dicken Stofflappen, über den faltenfrei eine Kunststofffolie gezogen wurde, werden nach dem Trocknen allfällige Seifenschlieren wegpoliert. Diese Behandlung sollte im Nassbereich je nach Beanspruchung alle zwei bis drei Monate wiederholt werden.